Gruppenbehandlung in der Physiopraxis heißt: Mehrere Patienten trainieren gleichzeitig an mehreren Geräten nach einem Programm, und du beaufsichtigst den Raum, statt jede Übung einzeln anzuleiten. So wird aus deiner Behandlungszeit, der knappsten Ressource der Praxis, eine Raumstunde. be2move ist dabei ein Trainingsgerät für Prävention, Erhaltung und Verbesserung der Beweglichkeit, kein Medizinprodukt, und ersetzt keine Therapie.
Warum ist die Behandlungszeit die knappste Ressource der Praxis?
Drei Dinge fehlen in fast jeder Praxis: Fläche, Zeit und Patienten, die dranbleiben. Ein Trainingsbereich mit einer Station je Muskelgruppe braucht einen Raum, den du nicht hast. Jede Übung einzeln anzuleiten bindet deine Behandlungszeit, und die ist das Einzige, was du nicht vermehren kannst. Und das Übungsprogramm für zuhause wird nach dem dritten Termin meist nicht mehr gemacht.
Die Gruppenbehandlung setzt an allen drei Punkten an. Mehrere Patienten trainieren gleichzeitig an mehreren Geräten nach einem Programm, du beaufsichtigst den Raum. Und weil Training in der Gruppe leichter fällt, verabreden sich die Teilnehmer und kommen wieder, statt nach wenigen Terminen wegzubleiben. Therapietreue entsteht hier nicht durch Ermahnung, sondern durch das gemeinsame Erlebnis.
Wie läuft die Gruppenbehandlung mit be2move ab?
be2move ist dafür gebaut: ein Gerät auf einem Quadratmeter, 20 geführte Übungen in drei Positionen, Umbau in Sekunden. Für die Gruppe stehen drei oder vier Geräte in einem normalen Behandlungs- oder Gruppenraum. So läuft eine Stunde ab:
- Du entscheidest, wer trainiert: Welcher Patient in die Gruppe passt und mit welchen Übungen, ist deine Entscheidung als Therapeut. Das Gerät nimmt sie dir nicht ab.
- Einweisung einmal: Du erklärst die Übungen beim ersten Termin. Weil die Bewegungsbahn vorgegeben ist, wiederholt der Patient sie danach sicher, auch wenn du gerade an einem anderen Gerät stehst.
- Ein Programm für alle: Das Programm läuft auf dem Tablet, alle Teilnehmer arbeiten dieselbe Abfolge durch, jeder an seinem Gerät.
- Straßenkleidung im Stehen: Die sechs Übungen im Stehen brauchen keine Umkleide, die Gruppe kann direkt nach der Behandlung oder in der Mittagspause starten. Die zehn Übungen im Liegen sind intensiver.
- Aufsicht statt Einzelanleitung: Du korrigierst, wo es nötig ist, und behältst den Raum im Blick. In der Rehabilitation gilt: unter Anleitung von Therapeuten.

Das Prinzip dahinter ist Muskellängentraining: Der Muskel arbeitet in seiner langen Position gegen die Führung, statt passiv gezogen zu werden. Mehr dazu im Grundlagenartikel zum Muskellängentraining, die Übungen je Körperregion zeigt das Übungsposter.
Wie rechnet sich die Gruppenbehandlung in der Physiopraxis?
Der wirtschaftliche Hebel liegt in der Raumstunde, nicht in der Verordnung. Die Gruppe läuft als Selbstzahlerangebot; ob und wie das neben deinen verordneten Leistungen abläuft, klärst du für deine Praxis. Ein Rechenbeispiel, keine Preiszusage:
| Rechenbeispiel | Einzelbehandlung | Gruppenbehandlung |
|---|---|---|
| Teilnehmer je Stunde | 1 | 4, an vier Geräten |
| Preis je Teilnehmer | 75 bis 90 Euro je Stunde | 30 bis 40 Euro je 45 Minuten |
| Erlös je Raumstunde | 75 bis 90 Euro | 120 bis 160 Euro |
| Deine Zeit | eine Stunde je Patient | eine Stunde für vier Patienten |
| Gerätekosten | keine zusätzlichen | rund 720 Euro im Monat für vier Geräte zur Monatsrate um 180 Euro |
| Was die Geräte trägt | entfällt | zwei gut belegte Raumstunden pro Woche |
Selbstzahlerpreise sind regional verschieden, Leasingraten hängen von Laufzeit und Leasingpartner ab. Der Einstieg geht auch kleiner: ein Gerät für Behandlung und Wartebereich, das zugleich dein Vorführgerät ist, und der Ausbau auf zwei bis vier Geräte, sobald die erste Gruppe steht.
Fazit
Die Gruppenbehandlung in der Physiopraxis ersetzt keine Einzelbehandlung, sie ergänzt sie um eine Stunde, in der deine Zeit viermal wirkt. Drei oder vier Geräte, ein Programm, deine Aufsicht: Das entlastet die Behandlungszeit und hält Patienten dabei, weil sie gemeinsam trainieren. Wer wann am Gerät trainiert, entscheidest du. Weitere Artikel findest du im Ratgeber.