Ein Gesundheitstag im Unternehmen bringt dann etwas, wenn am Montag danach noch etwas da ist: ein Angebot, das Mitarbeiter am Aktionstag ausprobiert haben und im Arbeitsalltag weiter nutzen können. Der Aktionstag ist der Startschuss, das dauerhafte Angebot im Haus das Ziel. Dieser Artikel zeigt den Ablauf mit einem Trainingsgerät auf einem Quadratmeter. Er ersetzt weder Arbeitsschutz noch betriebsärztliche Beratung.
Was bringt ein Gesundheitstag im Unternehmen wirklich?
Für viele Betriebe ist der Gesundheitstag der einzige Tag im Jahr, an dem Bewegung sichtbar wird: Stände, Messungen, Vorträge, Obstkorb. Das Problem ist der Tag danach. Was am Aktionstag interessant war, verlangt danach meist Umziehen, Anfahrt oder einen festen Termin, und damit verliert es gegen den vollen Kalender. Warum das so zuverlässig passiert, steht im Kurzartikel zur Bewegung am Büroarbeitsplatz.
Der Wert des Aktionstags liegt deshalb weniger im Programm als im Ausprobieren. Wer eine Übung in wenigen Minuten am eigenen Körper erlebt hat, in Straßenkleidung und ohne Vorbereitung, weiß, ob sie in seinen Arbeitstag passt. Genau das macht den Aktionstag zum guten Startschuss, wenn das, was die Mitarbeiter dort ausprobieren, am Montag danach noch an derselben Stelle steht.
Wie läuft der Aktionstag mit be2move ab?
Steht be2move schon im Haus, gekauft oder geleast, wird der Aktionstag zum Start für das Gerät. Es braucht einen Quadratmeter dort, wo alle vorbeikommen. Ein Gerät, 20 geführte Übungen für Rücken, Schultern und Hüfte. So sieht der Tag aus:
- Platz wählen: Foyer, Flur zur Kantine oder Pausenraum. Sichtbar und auf dem Weg, nicht in einem Nebenraum, und dort, wo das Gerät danach stehen bleibt.
- Übungstafel aufhängen: Die Übungstafel hängt neben dem Gerät. Die Ansprechperson im Haus kennt die Übungen und Sicherheitsregeln aus Übungstafel und Übungsvideos.
- Ausprobieren lassen: Mitarbeiter machen zwei oder drei geführte Übungen im Stehen, in Straßenkleidung, je etwa zwei Minuten. Auch die intensiveren Übungen im Liegen lassen sich zeigen.
- Rückmeldung sammeln: Eine Strichliste und drei Fragen am Stand reichen: Würdest du das zwischendurch nutzen? Wo müsste es stehen? Was hält dich ab? Personenbezogene Nutzungsdaten erfasst du nur nach Klärung mit Datenschutz und Betriebsrat.
- Platz bestätigen: Am Ende des Tages steht fest, ob das Gerät am richtigen Platz steht oder umziehen sollte.

Am Gerät passiert Muskellängentraining: Der Muskel arbeitet in seiner langen Position gegen die vorgegebene Bahn, statt passiv gezogen zu werden. Mehr dazu im Grundlagenartikel zum Muskellängentraining, alle Übungen zeigt das Übungsposter.
Wie geht es nach dem Gesundheitstag weiter?
Nach dem Aktionstag zählt der Alltag. Das Gerät bleibt an dem Platz, den die Rückmeldungen ergeben haben, und die Ansprechperson im Haus zeigt es neuen Kollegen. Zwei oder drei Übungen nach dem längsten Sitzblock reichen. Weitere Geräte kommen je nach Standort, Etage und Nachfrage dazu.
Für die Anschaffung brauchst du im Haus mehr als eine Person: HR oder wer das betriebliche Gesundheitsmanagement betreut, holt die Informationen ein, die Geschäftsführung entscheidet, Betriebsrat und Fachkraft für Arbeitssicherheit reden mit. Datenblatt und Übungstafel liegen im Downloadbereich. Und für die interne Kommunikation: Zuschüsse der Krankenkassen gibt es für anerkannte Präventionskurse, nicht für das Gerät.
Fazit
Ein Gesundheitstag im Unternehmen ist der Startschuss, nicht das Ziel. Sein Wert zeigt sich am Montag danach: Steht das Angebot dann noch sichtbar im Flur und braucht weder Umkleide noch Termin, wird es genutzt. Darum lohnt es, den Aktionstag um das herum zu planen, was danach bleibt. Was Sitzen mit den Muskeln macht, liest du im Ratgeber.