Ein Gesundheitstag im Unternehmen bringt dann etwas, wenn am Montag danach noch etwas da ist: ein Angebot, das Mitarbeiter am Aktionstag ausprobiert haben und im Arbeitsalltag weiter nutzen können. Der Aktionstag ist der Test, der Pilot die Bewährung, die feste Integration das Ziel. Dieser Artikel zeigt den Ablauf mit einem Trainingsgerät auf einem Quadratmeter. Er ersetzt weder Arbeitsschutz noch betriebsärztliche Beratung.
Was bringt ein Gesundheitstag im Unternehmen wirklich?
Für viele Betriebe ist der Gesundheitstag der einzige Tag im Jahr, an dem Bewegung sichtbar wird: Stände, Messungen, Vorträge, Obstkorb. Das Problem ist der Tag danach. Was am Aktionstag interessant war, verlangt danach meist Umziehen, Anfahrt oder einen festen Termin, und damit verliert es gegen den vollen Kalender. Warum das so zuverlässig passiert, steht im Kurzartikel zur Bewegung am Büroarbeitsplatz.
Der Wert des Aktionstags liegt deshalb weniger im Programm als im Ausprobieren. Wer eine Übung in wenigen Minuten am eigenen Körper erlebt hat, in Straßenkleidung und ohne Vorbereitung, weiß, ob sie in seinen Arbeitstag passt. Genau das macht den Aktionstag zum besten Einstieg: Er ist der Test, bevor irgendjemand im Haus über eine Anschaffung entscheidet.
Wie läuft der Aktionstag mit be2move ab?
be2move steht am Aktionstag dort, wo alle vorbeikommen, und braucht dafür einen Quadratmeter. Ein Gerät, drei Positionen, 20 geführte Übungen für Rücken, Schultern und Hüfte. So sieht der Tag aus:
- Platz wählen: Foyer, Flur zur Kantine oder Pausenraum. Sichtbar und auf dem Weg, nicht in einem Nebenraum.
- Aufstellen und einweisen: Wir bringen das Gerät, stellen es auf und hängen die Übungstafel daneben. Die Ansprechperson im Haus bekommt eine kurze Einweisung in die drei Positionen und die Sicherheitsregeln.
- Ausprobieren lassen: Mitarbeiter machen zwei oder drei geführte Übungen im Stehen, in Straßenkleidung, je etwa zwei Minuten. Der Umbau zwischen Schaukel, Stehen und Liegen dauert Sekunden, sodass auch die intensiveren Übungen im Liegen gezeigt werden können.
- Rückmeldung sammeln: Eine Strichliste und drei Fragen am Stand reichen: Würdest du das zwischendurch nutzen? Wo müsste es stehen? Was hält dich ab? Personenbezogene Nutzungsdaten erfasst du nur nach Klärung mit Datenschutz und Betriebsrat.
- Nächsten Schritt vereinbaren: Am Ende des Tages steht fest, ob ein Pilot sinnvoll ist und wo das Gerät dafür stehen soll.

Am Gerät passiert Muskellängentraining: Der Muskel arbeitet in seiner langen Position gegen die vorgegebene Bahn, statt passiv gezogen zu werden. Mehr dazu im Grundlagenartikel zum Muskellängentraining, alle Übungen zeigt das Übungsposter.
Wie geht es nach dem Gesundheitstag weiter?
Der Aktionstag ist Stufe eins von dreien. Stufe zwei ist der Pilot: ein Gerät für einen Testzeitraum, zum Beispiel drei Monate Miete mit Kaufoption, an dem Platz, den die Rückmeldungen ergeben haben. So siehst du im echten Betrieb, ob und wie oft das Gerät genutzt wird, bevor jemand über eine Anschaffung entscheidet. Stufe drei ist die feste Integration, mit weiteren Geräten je nach Standort, Etage und Nachfrage.
Für den Weg dorthin brauchst du im Haus mehr als eine Person: HR oder wer das betriebliche Gesundheitsmanagement betreut, holt die Informationen ein, die Geschäftsführung entscheidet, Betriebsrat und Fachkraft für Arbeitssicherheit reden mit. Datenblatt und Übungstafel liegen im Downloadbereich. Und für die interne Kommunikation: Zuschüsse der Krankenkassen gibt es für anerkannte Präventionskurse, nicht für das Gerät.
Fazit
Ein Gesundheitstag im Unternehmen ist der Test, nicht das Ziel. Sein Wert zeigt sich am Montag danach: Steht das Angebot dann noch sichtbar im Flur und braucht weder Umkleide noch Termin, wird es genutzt. Aktionstag, Pilot, feste Integration: drei Stufen, in denen jede Entscheidung auf Erfahrungen aus deinem Betrieb beruht statt auf Schätzungen. Was Sitzen mit den Muskeln macht, liest du im Ratgeber.